- Erdaushub · AVV 17 05 04 · Berlin & Brandenburg
Erdaushub entsorgen in Berlin
Erdaushub wirkt auf der Baustelle zunächst simpel: Boden ausheben, Container füllen, abfahren lassen. In der Praxis hängt die richtige Entsorgung aber davon ab, woher das Material stammt, ob es belastet ist, und ob neben Boden und Steinen weitere Bestandteile enthalten sind. DARE unterstützt Sie bei der Entsorgung von Erdaushub in Berlin, Potsdam und Brandenburg, stellt passende Container bereit und prüft bei unklaren Materialien gemeinsam mit Ihnen den passenden Entsorgungsweg.
- Zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb nach §56 KrWG
- Containerlösungen für Erdaushub, Boden und Steine
- Entsorgung in Berlin, Potsdam und Brandenburg
- Persönliche Beratung zur richtigen Einstufung und zum passenden Abfallschlüssel
- Prüfung von belastetem Boden, Baggergut oder Gleisschotter
Schnellanfrage
Kurze Beschreibung genügt, wir melden uns schnellstmöglich mit den nächsten Schritten.
Erdaushub entsorgen: Annahmekriterien
Abfallart
Erdaushub / Boden und Steine
AVV-Schlüssel
17 05 04
Weitere Abfallschlüssel
Die AVV-Gruppe 17 05 umfasst Boden, Steine und Baggergut aus Bau- und Abbruchabfällen, einschließlich Aushub von verunreinigten Standorten. Je nach Herkunft, Zusammensetzung und Belastung des Erdaushubs können also weitere AVV-Schlüssel relevant sein:
- 17 05 03* – Boden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten
- 17 05 05* – Baggergut, das gefährliche Stoffe enthält
- 17 05 06 – Baggergut ohne gefährliche Stoffe
- 17 05 07* – Gleisschotter, der gefährliche Stoffe enthält
- 17 05 08 – Gleisschotter ohne gefährliche Stoffe
- 20 02 02 – Boden und Steine aus Garten- und Parkabfällen
Typische Materialien
- Erdaushub aus Baugruben
- Boden aus Fundamentarbeiten
- Aushub aus Leitungs- und Rohrgräben
- Bodenmaterial aus Tiefbauarbeiten
- Boden aus Garten- und Landschaftsbau, sofern passend einzustufen
- sandiger, lehmiger oder kiesiger Boden
- Boden mit natürlichen Steinen
- Mutterboden / Oberboden, sofern annahmefähig und abgestimmt
- Boden aus privaten, gewerblichen oder baulichen Erdarbeiten
Mögliche Besonderheiten
Je nach Projekt können zusätzliche Informationen, Analysen oder Unterlagen erforderlich sein, zum Beispiel bei:
- Verdacht auf Altlasten
- auffälligem Geruch oder Verfärbungen
- Boden aus gewerblich oder industriell genutzten Flächen
- Boden von ehemaligen Tankstellen, Werkstätten oder Produktionsflächen
- Boden mit Bauschuttanteilen
- Boden mit Fremdstoffen, Wurzeln oder organischen Bestandteilen
- größeren Mengen Erdaushub
- Baggergut, Gleisschotter oder Material aus Sonderbereichen
- öffentlich oder gewerblich dokumentationspflichtigen Bauvorhaben
Nicht zulässig
ohne gesonderte Prüfung
- Boden mit gefährlichen Stoffen
- kontaminierter oder schadstoffbelasteter Boden
- Boden mit Öl-, Kraftstoff- oder Chemikalienverunreinigungen
- teerhaltige Bestandteile
- Asbest, KMF oder andere gefährliche Abfälle
- Bauschutt, Beton, Ziegel, Fliesen oder Keramik in größeren Mengen
- Holz, Kunststoff, Folien, Verpackungen oder sonstige Fremdstoffe
- Wurzelstöcke, große Pflanzenreste oder Grünschnitt
- Schlämme oder stark nasses Material
- Baggergut
- Gleisschotter
Erdaushub-Entsorgung mit DARE
Erdaushub fällt oft schneller und in größeren Mengen an, als zunächst erwartet. Schon Fundamentarbeiten, Leitungsgräben, Baugruben, Gartenumgestaltungen oder Zufahrten können mehrere Tonnen Bodenmaterial erzeugen. Damit der Aushub nicht zur Belastung für die Baustelle wird, braucht es eine passende Containerlösung und eine klare Einstufung des Materials.
Anfrage und Ersteinschätzung
Im ersten Schritt klären wir, wo der Erdaushub anfällt, welche Menge ungefähr erwartet wird und wie das Material beschaffen ist. Wie bereits oben erwähnt, ist die Herkunft des Bodens besonders wichtig. Material aus einem privaten Garten ist anders zu bewerten als Aushub von einer ehemaligen Gewerbe- oder Industriefläche, Tankstelle, Werkstatt oder einem Altlastenstandort. Wenn Hinweise auf Belastungen bestehen, sollte dies direkt bei der Anfrage angegeben werden.
Passende Lösung festlegen
Je nach Menge, Standort und Material legen wir die passende Entsorgungslösung fest, vom Big Bag für kleinere Mengen (1 m³) über Containerlösungen von 3 bis 40 m³ bis hin zur Sattelentsorgung bei größeren Volumen. Für kleinere Erdarbeiten, Gartenprojekte oder schwer zugängliche Bereiche kann ein Big Bag oder kompakter Container ausreichen. Bei größeren Baugruben, Tiefbauarbeiten oder laufenden Baustellen sind abgestimmte Containerwechsel, mehrere Container oder die Entsorgung per Sattelzug oft sinnvoller, um größere Mengen effizient, planbar und ohne unnötige Standzeiten abzutransportieren.
Bei Erdaushub zählt nicht nur das Volumen. Boden und Steine sind schwer, und je nach Feuchtegrad kann das Gewicht deutlich steigen. Deshalb muss der Container zur Materialmenge, zum zulässigen Gewicht und zur Logistik vor Ort passen.
Stellplatz und praktische Abstimmung
Gerade bei Erdarbeiten ist der Standort des Containers wichtig. Der Behälter sollte gut erreichbar sein, ohne Zufahrten, Gehwege oder Arbeitsbereiche unnötig zu blockieren. Bei größeren Projekten prüfen wir gemeinsam, ob ein einzelner Container genügt oder ob ein regelmäßiger Wechsel sinnvoll ist.
Wenn der Container im öffentlichen Straßenland stehen soll, ist eine Sondernutzungserlaubnis erforderlich. In Berlin übernimmt DARE kostenpflichtig die Anmeldung für Flächen bis 10 m² und bis zu 10 Tage Stelldauer. Für Potsdam und andere Orte im Liefergebiet sollte eine Stellgenehmigung vorliegen, wenn der Container nicht auf Privatgrund gestellt werden kann.
Bereitstellung und Befüllung
Nach der Abstimmung liefern wir den passenden Container an den vereinbarten Standort. Der Behälter wird so platziert, dass er für die Befüllung gut erreichbar ist und die Arbeiten auf der Baustelle möglichst wenig stört.
Abholung und fachgerechte Entsorgung
Nach der Befüllung holen wir den Container termingerecht ab und führen den Erdaushub der passenden Entsorgung oder Verwertung zu.
Bereit für die nächsten Schritte?
Teilen Sie uns kurz mit, wo der Erdaushub anfällt, welche Menge Sie erwarten und ob es Hinweise auf Verunreinigungen, Fremdstoffe oder eine besondere Herkunft gibt. Wir prüfen innerhalb eines Werktages, welche Container- und Entsorgungslösung für Ihr Projekt passt.
Erdaushub in Berlin: Warum der Baugrund genau betrachtet werden sollte
Man sagt, Berlin ist auf Sand gebaut. Der natürliche Untergrund besteht in vielen Bereichen der Hauptstadt aus eiszeitlich geprägten Sanden, Kiesen und Geschiebemergel. Für Bauprojekte klingt das zunächst nach einfachem Erdaushub – doch gerade in einer gewachsenen Großstadt ist der Boden selten nur Naturboden. Über Jahrzehnte wurde gebaut, abgerissen, aufgefüllt, entsiegelt, bombardiert und wiederaufgebaut. Deshalb kann der Boden in Berlin je nach Standort sehr unterschiedlich zusammengesetzt sein.
Neben natürlichem Boden können in innerstädtischen Bereichen auch Auffüllungen, Trümmerschutt, Bauschuttanteile, Schlacken, Aschen, alte Leitungszonen oder Rückstände früherer Nutzungen auftreten. Für Bauunternehmen und Projektverantwortliche bedeutet das: Die Herkunft des Bodens ist oft genauso wichtig wie die sichtbare Zusammensetzung.
Ein Aushub aus einem privaten Garten ist anders zu bewerten als Material von einer früheren Gewerbefläche, Werkstatt, Tankstelle, Industriefläche, Bahnfläche oder einem Grundstück mit Altlastenverdacht. Die Stadt Berlin weist ausdrücklich darauf hin, dass bei Anhaltspunkten für schädliche Bodenveränderungen, Altlasten oder dadurch verursachte Gewässerverunreinigungen Meldepflichten bestehen und Auskünfte bei den zuständigen Behörden eingeholt werden können.
Typische Schadstoffe, die bei belastetem Boden oder Altlasten eine Rolle spielen können, sind zum Beispiel
- PAK aus teer-, ruß- oder verbrennungsbedingten Rückständen,
- MKW aus Mineralölprodukten,
- BTEX aus Kraftstoffen und Lösemitteln,
- LHKW aus chlorierten Lösemitteln,
- PCB,
- Phenole sowie
- Schwermetalle wie Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Quecksilber oder Zink.
In Berlin werden für Boden- und Grundwasserverunreinigungen insbesondere leichtflüchtige Schadstoffe wie BTEX und LHKW betrachtet; bei Aufschüttungsbereichen mit Trümmerschutt oder Bauschutt werden außerdem PAK und Schwermetalle als relevante Belastungen genannt.
Besonders aufmerksam sollte man werden, wenn der Boden auffällig riecht, verfärbt ist, ölige Spuren zeigt oder Fremdbestandteile enthält. Auch schwarze Schlacken, Aschen, teerartige Bestandteile, alte Leitungen, Tankanlagen, Produktionsreste oder unbekannte Auffüllungen sind Hinweise darauf, dass eine Standardentsorgung als unbelasteter Erdaushub möglicherweise nicht ausreicht.
Genau deshalb sollte der Erdaushub in Berlin früh in die Baustellenplanung einbezogen werden. Entscheidend sind Fragen wie: Woher stammt der Boden? Gab es frühere gewerbliche oder industrielle Nutzungen? Liegen Informationen zu Altlasten vor? Gibt es auffällige Gerüche, Verfärbungen oder Fremdbestandteile? Ist eine Analyse vorhanden oder erforderlich?
DARE unterstützt bei dieser ersten Einordnung und stimmt mit Ihnen ab, welche Informationen für die weitere Entsorgung benötigt werden. Für unbelasteten Erdaushub kann eine Containerlösung häufig unkompliziert geplant werden. Belasteter Boden, Baggergut oder Gleisschotter werden dagegen nicht standardisiert angenommen, sondern nur mit geeigneter Analyse und nach gesonderter Anfrage bei einer passenden Entsorgungsanlage geprüft.
Häufige Fragen zur Erdaushub-Entsorgung
Wie entsorge ich Erdaushub?
Erdaushub kann je nach Menge, Herkunft und Beschaffenheit über einen passenden Container entsorgt werden. DARE stellt Container für Erdaushub in Berlin, Potsdam und Brandenburg bereit und stimmt die passende Entsorgungslösung mit Ihnen ab.
Was zählt zu Erdaushub?
Zu Erdaushub zählen typischerweise Boden, Erde, Lehm, Sand, Kies und natürliche Steine, die bei Erdarbeiten, Baugruben, Fundamenten, Leitungsgräben oder Gartenarbeiten anfallen. Entscheidend ist, dass keine unzulässigen Fremdstoffe oder gefährlichen Belastungen enthalten sind.
Was darf nicht in den Container?
Nicht in den Erdaushub-Container gehören Bauschutt, Beton, Ziegel, Fliesen, Holz, Kunststoff, Folien, Verpackungen, Grünschnitt, Wurzelstöcke, gefährliche Abfälle, Asbest, KMF, Chemikalien oder kontaminierter Boden ohne gesonderte Prüfung.
Welcher Abfallschlüssel gilt für Erdaushub?
Für unbelasteten Erdaushub aus Bau- und Erdarbeiten ist häufig AVV 17 05 04 relevant: Boden und Steine mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 05 03* (mit gefährlichen Stoffen) fallen. Die konkrete Einstufung hängt jedoch von Herkunft, Zusammensetzung und möglicher Belastung ab.
Welche weiteren AVV-Schlüssel können bei Erdaushub relevant sein?
Neben AVV 17 05 04 können je nach Material unter anderem 17 05 03* für Boden und Steine mit gefährlichen Stoffen, 17 05 05* und 17 05 06 für Baggergut, 17 05 07* und 17 05 08 für Gleisschotter sowie 20 02 02 für Boden und Steine aus Garten- und Parkabfällen relevant sein.
Woran erkenne ich belasteten Boden?
Hinweise können ungewöhnlicher Geruch, Verfärbungen, Ölspuren, Fremdstoffe, Schlacken, teerartige Bestandteile oder die Herkunft von einer gewerblich, industriell oder altlastenverdächtig genutzten Fläche sein. Eine sichere Einstufung ist häufig nur durch Analyse möglich.
Entsorgt DARE auch belasteten Boden?
Belasteter Boden wird bei DARE nicht standardisiert angenommen. Eine Entsorgung kann nur mit geeigneter Analyse und nach gesonderter Anfrage bei einer Entsorgungsanlage geprüft werden.
Welche Containergröße brauche ich für Erdaushub?
Die passende Containergröße hängt von Menge, Gewicht, Bodenart und Stellfläche ab. Da Erdaushub sehr schwer ist, sollte nicht nur nach Volumen entschieden werden. DARE berät Sie zur passenden Containerlösung.
