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  • Pappe, Kartons & Kartonagen · 15 01 01 · Berlin & Brandenburg

Pappe & Kartons entsorgen

Einzelne Kartons wirken harmlos. In Lagern, Versandabteilungen, Geschäften, Werkstätten oder bei Betriebsauflösungen werden daraus jedoch schnell mehrere Kubikmeter Verpackungsabfall. Gerade Wellpappe nimmt unzerlegt viel Platz ein, ist vergleichsweise leicht und muss vor Nässe, Verunreinigungen und herumfliegenden Fremdstoffen geschützt werden. DARE unterstützt Unternehmen, Gewerbebetriebe, Verwaltungen, Hausverwaltungen und private Projekte bei der fachgerechten Entsorgung.

  • Zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb nach § 56 KrWG
  • Entsorgung von Wellpappe, Kartons und Verpackungspappe
  • Behälter und Container für kleine und große Mengen
  • Selbstanlieferung in Pankow oder Ludwigsfelde
  • Lösungen für Handel, Versand, Logistik und Gewerbe
Annahmekriterien ansehen

Schnellanfrage

Kurze Beschreibung genügt, wir melden uns schnellstmöglich mit den nächsten Schritten.

    Pappe entsorgen: Annahmekriterien

    Abfallart

    Pappe, Karton, Kartonagen

    AVV-Schlüssel

    15 01 01 – Verpackungen aus Papier und Pappe

    Weitere Abfallschlüssel

    • 20 01 01 – Getrennt gesammelte Pappe und Kartonmaterialien, die keine Verpackungen sind
    • 15 01 05 – Verbundverpackungen
    • 15 01 06 – Gemischte Verpackungen
    • 15 01 10* – Gefährlicher Verpackungsabfall (bei Rückständen gefährlicher Stoffe)
    • 15 02 02* – Pappe, die als Aufsaugmaterial verwendet und mit gefährlichen Stoffen verunreinigt wurde

    Zulässig

    • Umzugs- und Versandkartons
    • Ein- und mehrwellige Wellpappe
    • Archivkartons ohne Inhalt
    • Kartontrays und Pappeinlagen
    • Eierkartons und Formteile aus Papierfasern
    • Kartonagezuschnitte
    • Stanzreste aus Verpackungspappe nach Prüfung

    Gesonderte Prüfung erforderlich

    Diese Materialien müssen vom sauberen Kartonagenstrom getrennt bleiben, bis Zusammensetzung und Entsorgungsweg geklärt wurden:

    • Durchnässte Kartons
    • Verschimmelte Pappe
    • Stark fettige Kartonagen
    • Kartons mit Lebensmittelresten
    • Wachs- oder paraffinbeschichtete Pappe
    • Kunststoffbeschichtete Kartonagen
    • Nassfest ausgerüstete Verpackungen
    • Silikonisierte Kartonmaterialien
    • Kartons mit wasser- oder fettabweisenden Barrieren
    • Obst-, Gemüse- oder Fischkartons mit Spezialbeschichtung
    • Tiefkühlverpackungen mit unbekanntem Materialaufbau
    • Getränkekartons
    • Beschichtete Einwegbecher und Pappschalen
    • Verbunddosen mit Metall- oder Kunststoffboden
    • Kartonagen aus Brand-, Wasser- oder Schimmelschäden
    • Stark mit Klebstoffen oder Etikettenmaterial bedeckte Pappe

    Nicht zulässig

    • Folien, Plastiktüten und Luftpolsterfolie
    • Styropor– und Schaumstoffeinlagen
    • Umreifungsbänder aus Kunststoff oder Metall
    • Holzpaletten und Holzkisten
    • Glas- und Metallverpackungen
    • Restmüll und Kehricht
    • Lebensmittel und organische Abfälle
    • Tapeten und Wandbekleidungen
    • Gipskarton- und Gipsfaserplatten
    • Dachpappe, Bitumenbahnen und Teerpappe
    • Asbest
    • Ölgetränkte Pappe
    • Verpackungen mit gefährlichen Produktrückständen
    • Farben, Lacke, Klebstoffe und Lösemittel
    • Batterien, Elektrogeräte und Leuchtmittel
    • Flüssigkeiten

    Diese Materialien sind nicht grundsätzlich von einer Entsorgung durch DARE ausgeschlossen. Sie müssen lediglich anders eingestuft werden. Mehr Informationen finden Sie in unserer Übersicht aller Abfallarten, die DARE für Sie entsorgt.

    Pappe und Kartonagen entsorgen mit DARE: So funktioniert es

    Beton lässt sich fachgerecht und wirtschaftlich entsorgen, wenn das Material passend bereitgestellt und sauber von anderen Abfallarten getrennt wird. Wir unterstützen Sie dabei mit abgestimmten Container- und Big-Bag-Lösungen für kleine und große Mengen.

    Kartonart, Menge und Standort mitteilen

    Beschreiben Sie zunächst, welche Papp- und Kartonabfälle anfallen – beispielsweise Versandkartons, Wellpappe, Faltschachteln, Umzugskartons, beschichtete Verpackungen oder gepresste Kartonagenballen. Teilen Sie uns außerdem Herkunft, geschätzte Menge, Standort und mögliche Verunreinigungen mit. Fotos einer typischen Kartonage und der gesamten Charge erleichtern die Beurteilung. DARE prüft anschließend den Materialaufbau und den passenden AVV-Schlüssel.

    Entsorgungsweg und passenden Behälter festlegen

    Kleinere oder kurzfristig anfallende Mengen können selbst zu den DARE Recyclinghöfen in Berlin gebracht werden. Größere Gewerbemengen sowie nasse, beschichtete, verunreinigte oder bereits gepresste Kartonagen müssen vor der Anfahrt angemeldet werden.

    Für größere Mengen organisiert DARE eine Abholung und stellt geeignete Container bereit. Eine einmalige Abholung bietet sich unter anderem bei Lager- und Archivräumungen, Betriebsumzügen, Geschäftsauflösungen, Umbauten, größeren Warenlieferungen oder Messeauf- und -abbauten an. Für dauerhaft anfallende Kartonagen können feste Sammelplätze und regelmäßige Leerungsintervalle vereinbart werden – beispielsweise im Handel, E-Commerce, in Lager- und Logistikbetrieben, Produktionsunternehmen, Möbelhäusern, Verwaltungen oder Bildungseinrichtungen.

    Stellfläche, Zufahrt und Genehmigungen klären

    Vor der Containerstellung stimmt DARE mit Ihnen ab, wo der Behälter stehen kann und welche Größe sinnvoll ist. Da Kartonagen leicht, aber sehr voluminös sind, wird die Behältergröße häufig stärker durch das Volumen als durch das Gewicht bestimmt. Unzerlegte Kartons füllen selbst große Container schnell mit überwiegend leerem Raum. Durch flaches Zusammenlegen oder eine abgestimmte Verdichtung lassen sich Behältervolumen und Abholintervalle deutlich reduzieren.

    Soll der Container im öffentlichen Straßenland stehen, ist in der Regel eine Sondernutzungserlaubnis erforderlich. In Berlin übernimmt DARE die Anmeldung für Flächen bis 10 m² und bis zu zehn Tage Stelldauer. Bei Bedarf kann DARE in Berlin außerdem eine Halteverbotszone beantragen. In Potsdam und Umgebung müssen Sondernutzung und Halteverbotszone dagegen eigenständig organisiert beziehungsweise vorgelegt werden.

    Kartonagen getrennt sammeln und übergeben

    Die Kartonagen werden restentleert, trocken und möglichst flachgelegt gesammelt. Folien, Styropor, Schaumstoffeinlagen, Umreifungsbänder, Lebensmittel, Holz, Metallteile und andere Fremdstoffe müssen separat gehalten werden. Einzelne übliche Klebestreifen oder Versandetiketten sind häufig unproblematisch; großflächige Folienkaschierungen und massive Klebstoffschichten sollten jedoch entfernt oder vorab angemeldet werden.

    Nasse, schimmelige, stark fettige, beschichtete oder mit Produktresten verunreinigte Kartonagen dürfen nicht ungeprüft mit sauberer Pappe vermischt werden. Gleiches gilt für Verbundverpackungen, Baustoffsäcke und Kartons mit gefährlichen Rückständen.

    Der Container darf nicht über die Ladekante hinaus befüllt werden. Nach der Sammlung holt DARE den Behälter zum vereinbarten Termin ab.

    Kartonagen sortieren, verwerten und dokumentieren

    Nach der Übernahme werden die Kartonagen kontrolliert und nach geeigneten Altpapierqualitäten sortiert. Verwertbare Wellpappe, Vollpappe und andere Kartonqualitäten gelangen anschließend in eine Aufbereitungsanlage oder Papierfabrik. Dort werden die Kartonagen aufgelöst, von Folien, Metallteilen, Klebstoffen und anderen Störstoffen getrennt und zu neuem Faserstoff verarbeitet.

    Nicht verwertbare Beschichtungen, Materialverbunde und ausgeschleuste Fremdstoffe erhalten einen separaten Entsorgungsweg. Wiege-, Übernahme- und Lieferdaten dokumentieren die entsorgte Menge und den weiteren Weg der Kartonagen. Gewerbebetriebe können damit ihre getrennte Sammlung und ordnungsgemäße Übergabe nachvollziehbar belegen.

    Pappe und Kartonagen fachgerecht entsorgen lassen

    Sie möchten große Mengen Kartons entsorgen, einen Pappcontainer bestellen oder eine regelmäßige Kartonagenabholung einrichten? Senden Sie DARE eine kurze Beschreibung, Fotos sowie Angaben zu Menge, Standort und gewünschtem Zeitraum. Wir prüfen die Annahme, den passenden AVV-Schlüssel und eine geeignete Lösung für Container, Abholung oder Selbstanlieferung.Teilen Sie uns kurz die Details zu Ihrem Projekt mit – wir klären innerhalb eines Werktages, welcher Entsorgungsweg der richtige ist.

    Kartonagenentsorgung anfragen

    Wie werden Pappe und Karton recycelt?

    Nach der Sammlung werden die Kartonagen kontrolliert und nach Altpapierqualität sortiert. Dabei werden ungeeignete Verbundmaterialien, Kunststoffe, Metallteile und andere Störstoffe möglichst früh entfernt.

    In der Papierfabrik folgen typischerweise mehrere Schritte:

    1. Zerkleinerung und Aufgabe des Materials
    2. Vermischung mit Wasser im Pulper
    3. Auflösung der Kartonagen in einzelne Papierfasern
    4. Abscheidung von Folien, Metallen, Klebstoffen und anderen Fremdstoffen
    5. Reinigung und Aufbereitung des Faserstoffs
    6. Entwässerung und Bildung einer neuen Papierbahn
    7. Weiterverarbeitung beispielsweise zu Wellpappenrohpapier oder neuen Kartonprodukten

    Die Qualität des Eingangsmaterials ist dabei entscheidend. Das Umweltbundesamt nennt unter anderem Faserlänge, Optik und Oberflächenbeschaffenheit als wichtige Faktoren. Sortenrein erfasste Mengen aus Gewerbebetrieben können mit weniger Sortieraufwand verwertet werden als stark verunreinigte Sammelgemische.

    Papierfasern können mehrfach eingesetzt werden, werden bei jedem Kreislauf jedoch kürzer oder gehen teilweise verloren. Altpappe kann daher nicht unbegrenzt ohne Zugabe geeigneter Fasern im Kreislauf geführt werden.

    Im Jahr 2024 stellte die deutsche Papierindustrie rund 19,2 Millionen Tonnen Papier, Pappe und Kartonagen her und setzte dafür etwa 16,1 Millionen Tonnen Altpapier ein. Die rechnerische Altpapiereinsatzquote lag bei rund 84 Prozent. Kartonagen und andere Altpapiere sind damit ein bedeutender Rohstoff für die inländische Produktion.

    Auch das Verpackungsgesetz unterstreicht die Bedeutung des Stoffstroms: Die dualen Systeme müssen seit 2022 mindestens 90 Masseprozent der von ihnen erfassten Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton der Vorbereitung zur Wiederverwendung oder dem Recycling zuführen. Diese gesetzliche Zuführungsquote bedeutet nicht, dass jede einzelne Kartonage vollständig recycelt wird. Verschmutzungen, Verbundschichten und aussortierte Fremdstoffe können die tatsächlich zurückgewonnene Fasermenge verringern.

    Häufige Fragen zur Entsorgung von Pappe und Kartonagen

    Wie kann ich Pappe entsorgen?

    Saubere und trockene Pappe sollte getrennt von Restmüll, Folien und anderen Verpackungsmaterialien gesammelt werden. Kleinere Mengen können nach Freigabe selbst auf unseren Recyclinghöfen in Berlin angeliefert werden. Für größere oder regelmäßig anfallende Mengen eignen sich eine Abholung oder ein eigener Kartonagencontainer.

    Welcher AVV-Schlüssel gilt für Pappe und Kartonagen?

    Für Verpackungen aus Pappe und Karton gilt regelmäßig AVV 15 01 01. Für getrennt gesammelte Pappe, die keine Verpackung ist, kann 20 01 01 relevant sein. Materialverbunde oder schadstoffbelastete Kartonagen benötigen andere Schlüssel.

    Dürfen Kartons und Papier gemeinsam gesammelt werden?

    In vielen PPK-Sammelsystemen ist dies zulässig. Bei großen Gewerbemengen kann eine getrennte Sammlung von brauner Wellpappe, weißem Papier und grafischen Papieren jedoch die Qualität verbessern. Die vorgesehene Mischung sollte mit DARE abgestimmt werden.

    Muss ich Klebeband vom Karton entfernen?

    Einzelne übliche Klebestreifen können häufig bei der Aufbereitung ausgeschleust werden. Große Klebebandmengen, Folienkaschierungen und Kunststoffversandtaschen sollten entfernt werden. Für sortenreine Gewerbequalitäten können strengere Annahmebedingungen gelten.

    Müssen Etiketten entfernt werden?

    Einzelne Versandetiketten sind meist kein Ausschlussgrund. Großflächige Kunststoffetiketten, Dokumententaschen und stark haftende Folien sollten jedoch abgezogen werden. Bei großen Mengen etikettierter Kartonagen ist eine vorherige Prüfung sinnvoll.

    Dürfen Metallklammern am Karton bleiben?

    Einzelne kleine Klammern können häufig technisch abgeschieden werden. Größere Metallteile, Verschlüsse, Griffe und zahlreiche Heftklammern sollten vor der Sammlung entfernt werden.

    Wie entsorge ich beschichtete Kartonagen?

    Die Art der Beschichtung muss zunächst geklärt werden. Normale Druckfarben sind meist unproblematischer als Kunststofffolien, Wachs, Paraffin oder Aluminiumlagen. Größere Mengen beschichteter Verpackungen sollten mit Fotos und Produktinformationen angemeldet werden.

    Darf Gipskarton in einen Pappcontainer?

    Nein. Trotz seiner Kartonummantelung ist Gipskarton ein Baustoff auf Gipsbasis und kein Kartonagenabfall. Für unbelasteten Gipskarton ist regelmäßig AVV 17 08 02 relevant.

    Ist Dachpappe normale Pappe?

    Nein. Dachpappe und Bitumenbahnen enthalten organische Bindemittel und können weitere Schadstoffe aufweisen. Sie gehören nicht in die Altpappe und müssen als eigener Bauabfall eingestuft werden.

    Was mache ich mit Kartons voller Styropor oder Folien?

    Die Bestandteile müssen getrennt werden. Der leere Karton kann je nach Zustand als Kartonage verwertet werden. Styropor, Folien und andere Füllstoffe benötigen eigene Sammelwege.

    Kann ich Kartonagen selbst zu DARE bringen?

    Ja, geeignete Pappe und Kartonagen können nach vorheriger Annahmefreigabe auf den DARE Recyclinghöfen in Pankow oder Ludwigsfelde selbst angeliefert werden. Größere, beschichtete, nasse oder verunreinigte Mengen sollten vor der Anfahrt angemeldet werden.

    Kann DARE Kartons abholen?

    Ja. DARE kann einmalig oder regelmäßig anfallende Kartonagen in Berlin und Brandenburg abholen. Abhängig von Menge und Standort werden ein passender Behälter und geeignete Leerungsintervalle vereinbart.

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