- Eternit/Faserzement · AVV 170605* · Berlin & Brandenburg
Eternit entsorgen in Berlin
Wellplatten, Rohre, Dachschindeln oder alte Blumenkästen – Faserzementprodukte der Marke Eternit wurden jahrzehntelang überall verbaut. Das Problem: Bei allen Elementen vor 1993 ist höchste Vorsicht geboten, denn sie enthalten wahrscheinlich Asbest. Sobald diese Platten brechen oder altern, wird aus dem robusten Baustoff gefährlicher Sondermüll. Gehen Sie auf Nummer sicher und überlassen Sie das Risiko den Profis. DARE ist Ihr erfahrener Partner für die Entsorgung von Eternit in Berlin und Brandenburg. Wir unterstützen Sie nicht nur mit den passenden Containern, sondern übernehmen auf Wunsch auch die vollumfängliche Schadstoffsanierung direkt vor Ort durch unser geschultes Team.
- Zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb nach § 56 KrWG
- Fachgerechte Schadstoffentsorgung und Unterstützung bei Schadstoffsanierung
- Container- und Logistiklösungen für Dach, Fassade, Rückbau und Sanierung
- Praktische Abstimmung zu Stellfläche, Zufahrt, Sondernutzung und Abholung
Schnellanfrage
Kurze Beschreibung genügt, wir melden uns schnellstmöglich mit den nächsten Schritten.
Eternit entsorgen: Annahmekriterien
Abfallart
Faserzement (Markenname Eternit)
AVV-Schlüssel
17 06 05* (asbesthaltige Baustoffe)
Weitere Abfallschlüssel
17 01 07 – Gemische aus Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik, sofern der Faserzement nachweislich asbestfrei ist
17 09 04 – Gemischte Bau- und Abbruchabfälle, sofern der Faserzement nachweislich asbestfrei ist und nicht sortenrein entsorgt werden kann
Einstufung
- Gefährlicher Abfall (vor 1993)
Das kann rein
- asbesthaltige Eternitplatten
- Wellplatten aus Faserzement
- alte Dachplatten
- Fassadenplatten
- Balkonverkleidungen
- Faserzementrohre
- Blumenkästen und Pflanzkübel
Verpackung
Eternit mit Asbest oder Asbestverdacht muss staubdicht, bruchsicher und transportfähig verpackt werden. Eine lose Bereitstellung im Container ist nicht zulässig.
Je nach Material kommen infrage:
- gekennzeichnete Asbest-Big-Bags
- Plattenbags für großformatige Eternitplatten
- geeignete reißfeste Verpackung für kleinere Bruchstücke
- abgestimmte Sonderlösung für Rohre, Kanäle oder sperrige Bauteile
Nicht zulässig
Entsorgungshinweis
Asbesthaltige Baustoffe sind gefährliche Abfälle. Für Entsorgung, Verpackung, Transport und Dokumentation gelten besondere Anforderungen. Tätigkeiten an asbesthaltigen Bauteilen dürfen nur unter Beachtung der geltenden Schutzvorschriften durchgeführt werden.
Wichtig bei der Entsorgung ist:
- Eternitplatten nicht brechen, zerschlagen, schneiden oder bohren
- Platten möglichst ganz ausbauen und verpacken
- Bruchstücke staubdicht verpacken
- Verpackung geschlossen und transportfähig bereitstellen
- asbesthaltiges Material nicht mit Bauschutt, Holz, Dämmstoffen oder Dachpappe vermischen
- Big Bags oder Plattenbags nicht überfüllen
- Material so lagern, dass keine Fasern freigesetzt werden können
Wenn Eternit bereits ausgebaut und korrekt verpackt ist, kann DARE die fachgerechte Entsorgung übernehmen. Wenn asbesthaltige Faserzementplatten noch ausgebaut werden müssen, können wir je nach Ausgangssituation eine fachmännische Schadstoffsanierung für Sie durchführen.
Eternit-Entsorgung mit DARE
Bei alten Faserzementplatten gilt auf der Baustelle die Devise: Lieber einmal mehr hingeschaut als blind drauf losgearbeitet. Denn hinter dem Begriff „Eternit“ verbirgt sich bei älteren Gebäuden oft ein sensibles Thema: Asbest. Damit Ihr Projekt in Berlin oder Brandenburg absolut sicher, stressfrei und rechtlich einwandfrei über die Bühne geht, stehen wir Ihnen als erfahrener Partner zur Seite. Wir verbinden echtes Handwerk, clevere Baustellenlogistik und die nötige Sensibilität für Schadstoffe zu einer sauberen Lösung.
Material-Check
Alles beginnt mit einem genauen Blick auf das Material. Haben wir es mit alten Wellplatten vom Garagendach, Fassadenverkleidungen, alten Rohren oder ausgedienten Blumenkästen zu tun? Eine der wichtigsten Fragen für uns ist das Baujahr des Gebäudes: Liegt es vor 1993, müssen wir vorsorglich immer von asbesthaltigem Material ausgehen, solange kein schriftlicher Gegenbeweis vorliegt.
Abholung oder Full-Service-Sanierung?
Jedes Projekt ist anders, deshalb passen wir uns flexibel an Ihren Bedarf an. Liegen die Platten bei Ihnen schon fertig ausgebaut und verpackt bereit? Dann kümmern wir uns rein um die Logistik, den sicheren Transport und die rechtssichere Nachweisführung. Sind die Platten hingegen noch fest auf dem Dach oder an der Fassade verbaut, geht unser Service noch einen Schritt weiter: Auf Wunsch rückt unser geschultes DARE-Team an und übernimmt die komplette, fachgerechte Schadstoffsanierung direkt vor Ort für Sie.
Großstadtlogistik
Wir planen die Abholung so, dass auf Ihrer Baustelle nichts blockiert wird. Gerade in engen Innenhöfen, dicht beparkten Wohnstraßen oder schmalen Zufahrten ist das oft Maßarbeit. Damit Sie keinen Behördenstress haben, übernehmen wir in Berlin die komplette Anmeldung der Sondernutzung für Container auf öffentlichem Straßenland (bis 10 m² und 10 Tage) sowie das Einrichten von Halteverbotszonen. (Für Projekte in Potsdam und Umgebung stehen wir Ihnen bei der eigenen Organisation gerne beratend zur Seite).
Sicher verpacken
Sobald es an die Handhabung geht, steht der Gesundheitsschutz immer an erster Stelle. Die wichtigste Regel lautet: Die Platten sollten niemals zersägt, angebohrt oder unnötig zerbrochen werden, damit kein gefährlicher Faserstaub entsteht. Wir liefern Ihnen maßgeschneiderte Spezialverpackungen direkt auf die Baustelle: große Plattenbags für sperrige Wellplatten oder handliche Asbest-Big-Bags für kleinere Bruchstücke. So bleibt der Schadstoff genau dort, wo er hingehört – sicher verschlossen.
Entsorgung
Besonders bei einer Dach- oder Fassadensanierung fallen viele Materialien gleichzeitig an, von Eternit- und Holzlatten bis hin zu Dämmwolle oder Dachpappe. Für eine reibungslose Entsorgung ist es wichtig, dass das verpackte Eternit strikt getrennt von anderen Abfällen bereitgestellt wird. Sobald alles bereit ist, holen wir das Material termingerecht ab, führen es auf dem gesetzlich vorgeschriebenen Weg dem Stoffkreislauf zu und übergeben Ihnen die lückenlose Dokumentation für Ihre Unterlagen. Sie müssen sich um nichts kümmern.
Bereit für die nächsten Schritte?
Teilen Sie uns kurz mit, welche Eternit- oder Faserzementprodukte anfallen, wo sie verbaut waren, welche Menge ungefähr erwartet wird und ob ein Asbestnachweis vorliegt. DARE prüft die passende Lösung und stimmt die nächsten Schritte mit Ihnen ab.
Das Chamäleon der Berliner Baugeschichte: Warum altes Eternit heute technisches Fingerspitzengefühl verlangt
Wer durch die Straßenzüge Berlins oder Brandenburgs streift, begegnet ihm unweigerlich: dem Eternit. Der Begriff hat sich im bautechnischen Sprachgebrauch als Gattungsname für Faserzement etabliert, doch hinter dem Markennamen verbirgt sich eine faszinierende Materialwissenschaft. Faserzement ist ein Verbundwerkstoff, der im Kern aus Zement und einer beigemischten Armierungsfaser besteht.
Das Prinzip ist genial einfach: Zement allein besitzt zwar eine enorme Druckfestigkeit, ist aber extrem spröde und anfällig für Zugspannungen. Um dem Material die nötige Elastizität und Bruchsicherheit zu verleihen, wurden elastische Fasern eingearbeitet. In der Hochphase des deutschen Wirtschaftswunders und bis weit in die 1980er-Jahre hinein gab es dafür aus technischer Sicht nur ein perfektes „Wundermaterial“: Asbest.
Die mineralischen Asbestfasern waren billig, chemisch hochgradig resistent, absolut feuerfest und besaßen eine Zugfestigkeit, die sogar Stahl übertraf. Diese technischen Eigenschaften machten asbestbehaftetes Eternit zum universellen Liebling der Architekten. Es war leicht, wetterfest und ließ sich in fast jede Form pressen.
Diese enorme historische Verbreitung macht Faserzement heute zu einer der zentralen, aber auch kompliziertesten Abfallarten bei Sanierungen in der Hauptstadtregion. Die magische Grenze im Kalender ist dabei das Jahr 1993, in dem Deutschland die Verwendung von Asbest aufgrund der krebserregenden Wirkung der lungengängigen Mikrofasern strikt verbot. Für die Praxis auf Berliner Baustellen bedeutet dies eine scharfe Trennung: Gebäude oder Bauteile, die vor 1993 errichtet wurden, stehen unter dem automatischen Generalverdacht des Asbestzements.
Aus materialtechnischer Sicht handelt es sich bei Eternitplatten um ein sogenanntes „fest gebundenes“ Asbestprodukt. Bedeutet: Solange die Platten vollkommen intakt, unbeschädigt und fest verbaut an der Fassade oder auf dem Dach hängen, sind die Fasern fest in der Zementmatrix eingeschlossen. In diesem Ruhezustand geht von ihnen keine akute Gefahr aus. Die physikalische Dynamik ändert sich jedoch schlagartig, sobald der Mensch oder die Witterung mechanisch auf das Material einwirken. Wenn Handwerker oder Heimwerker alte Platten unbedacht anbohren, mit der Flex schneiden, zersägen oder sie beim Herunterwerfen vom Dach zerbrechen, wird die Zementstruktur pulverisiert. In diesem Moment werden die mikroskopisch kleinen, nadelartigen Asbestfasern in gigantischen Mengen freigesetzt und bilden einen unsichtbaren, hochgefährlichen Staub.
Genau dieses mechanische Bruchrisiko macht den Rückbau und die Logistik so anspruchsvoll und streng reglementiert. Eine Vermischung mit normalem Bauschutt oder Baumischabfall ist gesetzlich verboten und führt zu sofortigen Baustopps. Die Herausforderung in der Praxis liegt meist in der sauberen, sortenreinen Trennung direkt am Entstehungsort. Bei einem Welldach müssen die Platten einzeln und zerstörungsfrei demontiert werden, während gleichzeitig anfallende Materialien wie hölzerne Dachlatten, metallische Unterkonstruktionen, Dämmstoffe oder alte Dachpappe separat erfasst werden müssen.
Häufige Fragen zur Entsorgung von Eternit und Faserzement
Wie entsorge ich Eternit richtig?
Eternit darf unter keinen Umständen lose in einen normalen Container geworfen werden. Weil alte Platten hochgradig asbestverdächtig sind, verlangt der Gesetzgeber eine strikte Trennung vom restlichen Baumüll sowie eine staubdichte Verpackung in speziellen Bags. Wir von DARE unterstützen Sie bei der gesamten Kette: von der ersten Schadstoffeinschätzung über die Gestellung der passenden Spezial-Bags bis hin zur zertifizierten Entsorgung und auf Wunsch Schadstoffsanierung vor Ort.
Ist Eternit automatisch asbesthaltig?
Nein. Das Asbestverbot trat in Deutschland am 31. Oktober 1993 in Kraft. Faserzementprodukte, die nach diesem Stichtag hergestellt wurden, sind asbestfrei. Tipp: Neuere, asbestfreie Platten tragen oft eine eingestanzte Kennzeichnung wie „NT“ (für Neue Technologie). Fehlt dieser Nachweis oder ist das Gebäude älter, gilt in der Praxis immer der dringende Generalverdacht auf Asbest.
Welcher AVV-Schlüssel gilt für asbesthaltigen Faserzement?
Für asbesthaltige Faserzementprodukte gilt in der Regel AVV 17 06 05*. Wenn Eternit nachweislich asbestfrei ist, kann er als 17 01 07 entsorgt werden. Wenn der Faserzement asbestfrei ist, aber nicht sortenrein entsorgt werden kann, kommt auch 17 09 04 infrage.
Wie muss schadstoffbelasteter Faserzement vor der Entsorgung verpackt werden?
Eine lose Entsorgung von asbesthaltigem Faserzement im Container ist nach TRGS 519 streng verboten. Der Eternit muss in zertifizierte, staubdichte und reißfeste Spezialgewebesäcke. Für lange Wellplatten vom Dach nutzen wir sogenannte Plattenbags (bis zu 3 Meter lang), während für kleinere Bruchstücke, Rohre oder Blumenkästen klassische, quadratische Asbest-Big-Bags zum Einsatz kommen. Die Bags müssen vor dem Abtransport staubdicht verschlossen werden.
Ist Eternit nachweislich nicht schadstoffbelastet, können auch normale Container genutzt werden. Im Zweifel gilt aber immer: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
Darf ich Eternitplatten bei der Entsorgung zerbrechen oder klein machen?
Auf keinen Fall! Das ist die größte Gefahrenquelle überhaupt. Eternit gehört zu den fest gebundenen Asbestprodukten. Solange die Platten am Stück bleiben, sind die Fasern im Zement sicher eingeschlossen. Sobald Sie die Platten jedoch brechen, zersägen oder anbohren, zerstören Sie die Zementmatrix und setzen Millionen mikroskopisch kleiner, krebserregender Asbestfasern frei. Bauen Sie die Platten daher immer so schonend und zerstörungsfrei wie möglich im Ganzen aus – Ihrer Gesundheit zuliebe.
Was gilt für Eternit-Wellplatten vom Dach?
Bei Dachsanierungen von alten Garagen, Schuppen oder Hallen fällt meist ein ganzer Materialmix an. Hier gilt: Das Eternit muss sortenrein von Dachlatten, Schrauben, Regenrinnen, Dämmwolle oder alter Dachpappe getrennt werden. Die Holzlatten und Dämmstoffe dürfen nicht mit in die Asbest-Bags, da sie sonst den teuren Sondermüll-Tarif unnötig im Gewicht nach oben treiben.
Unterstützt DARE auch bei Schadstoffsanierung?
Ja, absolut! Wir stellen nicht nur Container bereit und holen die verpackte Ware ab. Wenn sich die Eternitplatten noch fest verbaut auf Ihrem Dach, an der Fassade oder als Lüftungskanal im Gebäude befinden, rückt auf Wunsch unser speziell geschultes DARE-Sanierungsteam an. Wir übernehmen den vorschriftsmäßigen Rückbau unter Einhaltung aller strengen Sicherheitsauflagen der TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe). Sie bekommen von der Demontage bis zum Entsorgungsnachweis alles aus einer Hand.
