- Styrodur · AVV 17 06 04 · Berlin & Brandenburg
Styrodur entsorgen in Berlin
Styrodur ist stabil, druckfest und auf Baustellen häufig dort verbaut, wo Feuchtigkeit, Erdreich oder hohe Belastung eine Rolle spielen. DARE entsorgt für Sie Styrodur, XPS-Dämmplatten und Polystyrol-Hartschaum. Kontaktieren Sie uns noch heute für eine individuelle Beratung zu Ihrer Baustellensituation.
- Zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb nach §56 KrWG
- Entsorgung von Styrodur, XPS-Dämmplatten und Polystyrol-Hartschaum
- Prüfung von HBCD, Bitumen-, Kleber-, Putz- oder Erd-Anhaftungen
- Entsorgungslösungen für Sanierung, Rückbau, Dach, Keller, Boden, Sockel und Fassade
- Praktische Abstimmung zu Säcken, Big Bags, Containern und Abholung
Schnellanfrage
Kurze Beschreibung genügt, wir melden uns schnellstmöglich mit den nächsten Schritten.
Styrodur entsorgen: Annahmekriterien
Abfallart
Styrodur (XPS)
AVV-Schlüssel
17 06 04 (Dämmmaterial mit Ausnahme desjenigen, das unter 17 06 01 und 17 06 03 fällt)
Weitere AVV-Schlüssel
17 06 03*
Anderes Dämmmaterial, das aus gefährlichen Stoffen besteht oder solche Stoffe enthält.
Einstufung
Styrodur wird im Alltag häufig als eigener Baustoff wahrgenommen. Fachlich handelt es sich aber um XPS, also extrudierten Polystyrol-Hartschaum. XPS ist meist fester, geschlossenzelliger und druckbeständiger als klassisches Styropor bzw. EPS.
Besonders bei älteren XPS-Dämmstoffen wird HBCD relevant. HBCD steht für Hexabromcyclododecan und wurde früher als Flammschutzmittel in Polystyrol-Dämmstoffen eingesetzt. Der relevante Grenzwert für POP-haltige Abfälle liegt bei 1.000 mg/kg. Wird dieser Wert erreicht oder überschritten, greifen besondere Anforderungen an Sammlung, Vermischung, Dokumentation und Entsorgung.
Auch Anhaftungen sind entscheidend. Bitumen, Dachpappe, Kleber, Putz, Armierungsgewebe, Mörtel, Erde, Abdichtungsbahnen, Folien, mineralische Reste oder andere Baustoffe können dazu führen, dass ein anderer Entsorgungsweg erforderlich wird.
Das kann rein
Je nach Abstimmung und Einstufung können folgende Materialien infrage kommen:
- saubere Styrodurplatten
- XPS-Dämmplatten und -Zuschnitte
- HBCD-haltige XPS-Dämmstoffe (nur nach vorheriger Abstimmung)
- XPS mit leichten Anhaftungen nach vorheriger Prüfung
- sortenrein gesammelte XPS-Mengen aus Bau, Sanierung oder Rückbau
Verpackung
Styrodur ist leichter als viele andere Baustoffe, aber oft sperrig und voluminös. Deshalb ist bei der Entsorgung nicht nur das Gewicht entscheidend, sondern vor allem das Volumen und die Art der Bereitstellung. Wichtig: Styrodur gehört immer in Säcke. Hierfür stellt DARE die passenden Lösungen bereit.
Nicht zulässig
Nicht gemeinsam mit Styrodur beziehungsweise XPS entsorgt werden dürfen:
- Bauschutt
- Beton, Ziegel, Fliesen oder Keramik
- Holz
- Dachpappe
- teerhaltige Materialien
- Bitumenbahnen ohne vorherige Abstimmung
- Gips
- Mineralwolle
- Glaswolle oder Steinwolle
- EPS beziehungsweise Styropor ohne vorherige Abstimmung
- PUR- oder PIR-Dämmplatten ohne vorherige Abstimmung
- Glas
- Metall
- Kabel
- Restmüll
- Erdaushub
- asbestverdächtige Baustoffe
Wichtiger Hinweis
Styrodur ist nicht dasselbe wie Styropor. Beide Materialien bestehen zwar aus Polystyrol, werden aber unterschiedlich hergestellt und auf Baustellen oft in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Styropor wird meist als EPS bezeichnet, Styrodur als XPS. Dementsprechend müssen sie auch separat entsorgt werden.
- Mengen unter 20 t/Jahr und Anfallstelle können über unseren Sammelentsorgungsnachweis entsorgt werden.
- Größere Mengen sind über Einzelentsorgungsnachweis sowie Abfallerzeugernummer pro Baustelle zu entsorgen. Wir unterstützen Sie bei der Erstellung der erforderlichen Nachweise.
- Die Dokumentation erfolgt ausschließlich im Rahmen der elektronischen Nachweisführung.
Styrodur entsorgen mit DARE
DARE unterstützt Sie dabei, Styrodur und XPS-Dämmstoffe richtig einzuordnen, getrennt bereitzustellen und fachgerecht zu entsorgen, auch bei größeren Mengen aus Sanierung, Rückbau oder laufendem Baustellenbetrieb.
Ersteinschätzung
Im ersten Schritt klären wir, welche Art von Styrodur anfällt, woher das Material stammt und welche Menge ungefähr erwartet wird. Bei älteren XPS-Dämmstoffen prüfen wir außerdem, ob eine HBCD-Belastung vorhanden ist.
Passende Lösung festlegen
Je nach Menge, Materialart, Anhaftungen und Standort legen wir gemeinsam fest, welche Lösung sinnvoll ist. Bei Styrodur kommen in der Regel Big Bags zum Einsatz.
Logistik
Styrodurplatten sind sperrig, müssen platzsparend gesammelt werden und sollten nicht mit anderen Baustoffen vermischt werden. Auf innerstädtischen Baustellen mit engen Zufahrten, Innenhöfen, Parkdruck oder laufendem Baustellenbetrieb muss deshalb vorab geklärt werden, wie das Material gesammelt, gesichert und abgeholt werden kann.
Wenn ein Container im öffentlichen Straßenland stehen soll, ist in der Regel eine Sondernutzungserlaubnis erforderlich. Für Berlin übernimmt DARE die Anmeldung für Flächen bis 10 m² und bis zu 10 Tage Stelldauer. Bei Bedarf kann DARE in Berlin auch eine Halteverbotszone beantragen. In Potsdam und Umgebung müssen Sondernutzung und Halteverbotszone eigenständig organisiert beziehungsweise vorgelegt werden.
Bereitstellung und Befüllung
Wichtig ist, dass Styrodur trocken, sortenrein und frei von unzulässigen Fremdstoffen bleibt. Bauschutt, Dachpappe, Mineralwolle, Gips, Holz, Folien, Metallteile, Restmüll oder stark verschmutzte Baustoffe gehören nicht dazu.
Größere Platten sollten möglichst ordentlich gestapelt oder gebündelt werden. Kleine Bruchstücke und Verschnitte sollten so gesammelt werden, dass sie nicht verwehen oder mit anderen Abfällen vermischt werden.
Abholung und fachgerechte Entsorgung
Nach der Bereitstellung holen wir das Material nach Abstimmung ab und führen es dem passenden Entsorgungsweg zu. Je nach Einstufung, Menge und Materialzustand kümmern wir uns um die weitere Behandlung und die erforderliche Dokumentation.
Bereit für die nächsten Schritte?
Teilen Sie uns kurz mit, welche Art von Styrodur anfällt, woher das Material stammt, welche Menge ungefähr erwartet wird und ob Anhaftungen vorhanden sind. Besonders hilfreich sind Angaben zu Baujahr, Einsatzbereich, Materialfarbe, Plattengröße, Volumen und möglichen Verunreinigungen. Wir prüfen die passende Entsorgungslösung und stimmen die nächsten Schritte mit Ihnen ab.
Was man über Styrodur wissen sollte
Styrodur ist einer dieser Baustoffe, bei denen der Markenname im Alltag oft zum allgemeinen Begriff geworden ist. Viele meinen mit Styrodur jede harte, farbige Dämmplatte aus Kunststoff. Fachlich ist Styrodur jedoch ein Markenname für XPS, also extrudierten Polystyrol-Hartschaum.
XPS unterscheidet sich deshalb sehr von klassischem Styropor beziehungsweise EPS. Während EPS aus aufgeschäumten Kunststoffperlen besteht, wird XPS in einem Extrusionsverfahren hergestellt. Dadurch entsteht ein sehr dichter, geschlossenzelliger Dämmstoff mit hoher Druckfestigkeit und geringer Wasseraufnahme.
Genau deshalb wird Styrodur häufig dort eingesetzt, wo Dämmmaterial besonders robust sein muss. Typische Einsatzbereiche sind Kelleraußenwände, Perimeterdämmung, Sockelbereiche, Bodenplatten, Flachdächer, Umkehrdächer, Parkdecks, Decken, Böden und andere Bauteile mit hoher Feuchte- oder Druckbelastung.
Für die Entsorgung macht diese Herkunft einen großen Unterschied. Saubere XPS-Zuschnitte aus aktuellen Dämmarbeiten sind anders zu bewerten als alte Platten aus Rückbau und Sanierung. Bei älteren XPS-Dämmstoffen kann HBCD relevant sein. Außerdem können im Rückbau Anhaftungen entstehen, etwa durch Bitumen, Dachpappe, Kleber, Putz, Erde, Armierungsgewebe oder Abdichtungsbahnen.
Styrodur sollte deshalb möglichst getrennt gesammelt und nicht mit Bauschutt, Mineralwolle, Dachpappe oder anderen Baustoffen vermischt werden. Je besser das Material vorbereitet ist, desto einfacher lässt sich der richtige Entsorgungsweg bestimmen. Falls Sie Fragen haben, kommen Sie jederzeit gerne auf uns zu.
Häufige Fragen zur Styrodur-Entsorgung
Ist Styrodur dasselbe wie XPS?
Ja. Styrodur ist ein Markenname und wird im Alltag häufig als Begriff für XPS-Dämmplatten verwendet. Fachlich steht XPS für extrudierten Polystyrol-Hartschaum. Das Material ist druckfest, geschlossenzellig und nimmt vergleichsweise wenig Wasser auf. Deshalb wird es häufig für Keller, Perimeterdämmung, Sockelbereiche, Flachdächer, Umkehrdächer, Bodenplatten oder andere belastete Bauteile eingesetzt.
Ist Styrodur dasselbe wie Styropor?
Nein. Styrodur und Styropor bestehen zwar beide aus Polystyrol, sind aber nicht dasselbe. Styropor wird fachlich meist als EPS bezeichnet, also expandiertes Polystyrol. Styrodur ist XPS, also extrudiertes Polystyrol.
Für die Entsorgung ist dieser Unterschied wichtig, weil beide Materialien unterschiedlich eingesetzt werden und unterschiedliche Anhaftungen oder Belastungen aufweisen können. Styrodur aus Keller-, Dach- oder Perimeterbereichen sollte deshalb nicht einfach mit Styropor oder anderen Dämmstoffen vermischt werden.
Welcher AVV-Schlüssel gilt für Styrodur?
In vielen Fällen wird Styrodur beziehungsweise XPS-Dämmstoff als Dämmmaterial unter dem AVV-Schlüssel 17 06 04 eingeordnet. Dieser Schlüssel gilt für Dämmmaterial mit Ausnahme von asbesthaltigen Dämmstoffen und Dämmmaterial, das aus anderen gefährlichen Stoffen besteht oder solche Stoffe enthält.
Was bedeutet HBCD bei Styrodur?
HBCD steht für Hexabromcyclododecan. Dabei handelt es sich um ein Flammschutzmittel, das früher in Polystyrol-Dämmstoffen eingesetzt wurde. HBCD-haltige Dämmstoffe müssen besonders sorgfältig getrennt gesammelt und entsorgt werden. Außerdem können Nachweis- und Dokumentationspflichten relevant werden. Deshalb sollte bei älteren XPS-Dämmstoffen aus Rückbau oder Sanierung vorab geprüft werden, ob eine HBCD-Belastung möglich ist.
Darf Styrodur in den Bauschutt?
Nein, Styrodur gehört nicht in den Bauschutt. Bauschutt besteht in der Regel aus mineralischen Stoffen wie Beton, Ziegeln, Fliesen, Keramik oder Mörtel. Styrodur ist dagegen ein Kunststoff-Dämmstoff und muss separat gesammelt werden.
Wenn Styrodur mit Bauschutt vermischt wird, kann das die Entsorgung erschweren und zusätzliche Kosten verursachen. Deshalb sollte das Material bereits auf der Baustelle getrennt bereitgestellt werden.
Kann DARE auch große Mengen Styrodur entsorgen?
Ja. DARE unterstützt auch bei größeren Mengen Styrodur beziehungsweise XPS aus Sanierung, Rückbau, Dacharbeiten, Kellerdämmung, Perimeterdämmung oder laufendem Baustellenbetrieb.
Dafür klären wir zunächst Materialart, Menge, Standort, Anhaftungen und mögliche Schadstoffbelastungen. Anschließend stimmen wir die passende Lösung ab.
Was tun, wenn Styrodur mit Bitumen oder Kleber verschmutzt ist?
Am besten schicken Sie uns eine kurze Beschreibung oder Fotos des Materials. Dann prüfen wir, ob eine getrennte Sammlung möglich ist, ob das Material gesondert entsorgt werden muss und welche Lösung für Menge, Standort und Baustellensituation am besten passt.
