- Kalksandstein · AVV 17 01 02 · Berlin & Brandenburg
Kalksandstein entsorgen in Berlin
Kalksandstein ist massiv, schwer und fällt bei Rückbau, Sanierung oder Umbau oft in größeren Mengen an. Für die Entsorgung ist entscheidend, ob es sich um sortenreinen Kalksandstein, gemischtes Mauerwerk oder verunreinigten Bauschutt handelt. Besonders bei alten Innenwänden, Trennwänden, Kellerbereichen, Fassadenanschlüssen oder Mauerwerksabbrüchen müssen Putz, Mörtel, Gips, Dämmstoffe, Beschichtungen und mögliche Schadstoffbelastungen sauber eingeordnet werden.
- Zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb nach §56 KrWG
- Entsorgung von Kalksandstein, Mauerwerksbruch und mineralischem Bauschutt
- Prüfung von Putz-, Mörtel-, Gips-, Dämmstoff- oder Schadstoffanhaftungen
- Entsorgungslösungen für Rückbau, Sanierung, Umbau, Abbruch und Baustelle
- Praktische Abstimmung zu Big Bags, Containern, Abholung und Anlieferung
Schnellanfrage
Kurze Beschreibung genügt, wir melden uns schnellstmöglich mit den nächsten Schritten.
Kalksandstein entsorgen: Annahmekriterien
Abfallart
Kalksandstein
AVV-Schlüssel
17 01 02 (Ziegel zugehörend)
Weitere Abfallschlüssel
17 01 07 – Gemische aus Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik: Relevant, wenn Kalksandstein gemeinsam mit anderen mineralischen Bauabfällen anfällt,
17 01 06* – Gemische aus oder getrennte Fraktionen von Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik, die gefährliche Stoffe enthalten.
17 08 02 – Baustoffe auf Gipsbasis: Relevant, wenn größere Mengen Gips, Gipsputz, Gipssteine, Rigips oder andere gipshaltige Baustoffe enthalten sind.
17 06 05* – Asbesthaltige Baustoffe. Nötig, wenn asbestverdächtige Platten, Putze, Kleber, Spachtelmassen oder andere asbesthaltige Baustoffe beteiligt sind.
Einstufung
Kalksandstein ist ein mineralischer Mauerstein und besteht im Wesentlichen aus Sand, Kalk und Wasser. Für die Entsorgung ist nicht nur der Stein selbst wichtig, sondern vor allem das Material, das daran haftet (z.B. Putzschichten, Fliesenkleber, Dämmstoffreste, Tapeten etc.). Sortenreiner Kalksandstein kann in der Regel einfach verwertet oder entsorgt werden.
Das kann rein
Je nach Abstimmung und Einstufung können folgende Materialien infrage kommen:
- Kalksandstein
- Steinbruch
- Mauerwerk
- Vollsteine
- Loch-, Plan-, Voll- und Blocksteine
Verpackung
Kalksandstein ist deutlich schwerer als viele andere Bauabfälle. Deshalb ist bei der Bereitstellung nicht nur das Volumen, sondern vor allem das Gewicht entscheidend. Ein Container oder Big Bag darf nicht überladen werden. Schon wenige Kubikmeter Kalksandstein können mehrere Tonnen wiegen.
Kleinere Mengen können je nach Abstimmung in Big Bags gesammelt werden. Größere Mengen werden meist über Container oder abgestimmte Abholungen entsorgt.
Nicht zulässig
Nicht gemeinsam mit Kalksandstein beziehungsweise sauberem mineralischem Bauschutt entsorgt werden dürfen:
- Gips
- Poren- und Gasbeton beziehungsweise Ytong ohne vorherige Abstimmung
- Bims
- Holz
- Dämmstoffe
- Styropor und Styrodur
- Mineralwolle
- Glaswolle bzw. Steinwolle
- Dachpappe
- Bitumenbahnen
- Kunststoffe und Folien
- Metalle und Kabel
- Restmüll
- Tapetenreste in größeren Mengen
- Farbdosen, Lacke oder Chemikalien
- Erde, Boden oder Sand in größeren Mengen
- teerhaltige Materialien
- PCB-, PAK- oder schadstoffverdächtige Materialien (z.B. Asbest)
- Kalksandstein mit starken Öl-, Ruß-, Brand- oder Chemikalienverunreinigungen
Wichtiger Hinweis
- Mengen unter 20 t/Jahr und Anfallstelle können über unseren Sammelentsorgungsnachweis entsorgt werden.
- Größere Mengen sind über Einzelentsorgungsnachweis sowie Abfallerzeugernummer pro Baustelle zu entsorgen. Wir unterstützen Sie bei der Erstellung der erforderlichen Nachweise.
- Die Dokumentation erfolgt ausschließlich im Rahmen der elektronischen Nachweisführung.
Kalksandstein entsorgen mit DARE
DARE unterstützt Sie dabei, Kalksandstein und mineralischen Mauerwerksbruch richtig einzuordnen, sauber bereitzustellen und fachgerecht zu entsorgen, auch bei größeren Mengen aus Rückbau, Sanierung oder laufendem Baustellenbetrieb.
Ersteinschätzung
Im ersten Schritt klären wir, welches Material anfällt, woher es stammt und welche Menge ungefähr erwartet wird. Außerdem prüfen wir, ob Anhaftungen vorhanden sind, zum Beispiel Mörtel, Putz, Gipsputz, Fliesenkleber, Farben, Tapeten, Dämmstoffe, Bitumen oder Abdichtungen.
Passende Lösung festlegen
Je nach Menge, Materialart, Anhaftungen und Standort legen wir gemeinsam fest, welche Lösung sinnvoll ist. Bei kleineren Mengen können Big Bags ausreichen. Bei größeren Mengen sind Container oder abgestimmte Abholungen meist praktikabler. Bei Kalksandstein ist das Gewicht besonders wichtig. Ein voller Container mit mineralischem Material kann schnell sehr schwer werden. Deshalb stimmen wir Behältergröße, Befüllhöhe und Logistik vorab ab.
Logistik
In Berlin und Brandenburg ist die Baustellenlogistik oft genauso wichtig wie die Abfalleinstufung. Kalksandstein ist schwer, staubig und fällt beim Rückbau oft in kurzer Zeit in größeren Mengen an. Auf innerstädtischen Baustellen mit engen Zufahrten, Innenhöfen, Parkdruck oder laufendem Baustellenbetrieb muss deshalb vorab geklärt werden, wie das Material gesammelt, verladen und abgeholt werden kann.
Wenn ein Container im öffentlichen Straßenland stehen soll, ist in der Regel eine Sondernutzungserlaubnis erforderlich. Für Berlin übernimmt DARE die Anmeldung für Flächen bis 10 m² und bis zu 10 Tage Stelldauer. Bei Bedarf kann DARE in Berlin auch eine Halteverbotszone beantragen. In Potsdam und Umgebung müssen Sondernutzung und Halteverbotszone eigenständig organisiert beziehungsweise vorgelegt werden.
Bereitstellung und Befüllung
Wichtig ist, dass Kalksandstein möglichst getrennt und frei von unzulässigen Fremdstoffen bereitgestellt wird. Außerdem dürfen Container und Big Bags nicht überladen werden. Staubentwicklung sollte möglichst reduziert werden.
Abholung und fachgerechte Entsorgung
Nach der Bereitstellung holen wir das Material termingerecht ab und führen es dem passenden Entsorgungsweg zu.
Bereit für die nächsten Schritte?
Teilen Sie uns kurz mit, welche Menge an Kalksandstein anfällt, woher das Material stammt und ob Anhaftungen vorhanden sind. Hilfreich sind Angaben zu Gebäudebereich, Baujahr, Rückbauart, Materialmischung und möglichen Fremdstoffen. Wir prüfen die passende Entsorgungslösung und stimmen die nächsten Schritte mit Ihnen ab.
Was man über Kalksandstein wissen sollte
Kalksandstein ist ein klassischer Mauerstein und wird häufig im Wohnungsbau, Gewerbebau und Innenausbau eingesetzt. Er besteht im Wesentlichen aus Kalk, Sand und Wasser und wird unter Dampfdruck gehärtet. Dadurch entsteht ein massiver, druckfester und formstabiler Baustoff.
Im Rückbau ist Kalksandstein vor allem wegen seines Gewichts relevant. Das Material ist mineralisch und grundsätzlich gut trennbar, kann aber durch die Nutzung im Gebäude mit vielen anderen Baustoffen verbunden sein. Dazu gehören Mörtel, Putz, Gipsputz, Fliesenkleber, Farben, Tapeten, Dämmstoffe oder Abdichtungen.
Für eine saubere Entsorgung sollte Kalksandstein möglichst getrennt von Baumischabfall gesammelt werden. Je sortenreiner das Material anfällt, desto besser lassen sich Annahme, Transport und Verwertung planen. Besonders Gips und nicht-mineralische Fremdstoffe sollten vermieden werden, weil sie die Qualität des mineralischen Materials verschlechtern können.
Häufige Fragen zur Kalksandstein-Entsorgung
Welcher AVV-Schlüssel gilt für Kalksandstein?
Für sortenreinen Kalksandstein kann der AVV-Schlüssel 17 01 02 relevant sein. Wenn Kalksandstein gemeinsam mit anderen mineralischen Bauabfällen wie Beton, Ziegeln, Fliesen oder Keramik anfällt, kann 17 01 07 wichtig werden.
Sind gefährliche Stoffe enthalten, zum Beispiel durch schadstoffbelastete Anhaftungen, kann 17 01 06* erforderlich sein. Die genaue Einstufung hängt immer vom konkreten Material und dessen Zustand ab. Sprechen Sie uns gerne an, wir helfen Ihnen bei der richtigen Zuteilung.
Ist Kalksandstein normaler Bauschutt?
Kalksandstein ist ein mineralischer Bauabfall und kann je nach Zusammensetzung zum Bauschutt zählen. Trotzdem sollte er nicht automatisch mit jedem Bauschutt vermischt werden, wenn nicht unbedingt nötig.
Darf Kalksandstein mit Gips entsorgt werden?
Nein, größere Mengen Gips sollten nicht mit Kalksandstein vermischt werden. Gips, Rigips, Gipskartonplatten oder gipshaltige Putze können die Verwertung mineralischer Bauabfälle erschweren und müssen häufig separat entsorgt werden. Wenn an Kalksandstein Gipsputz haftet, prüfen wir vorab, ob die Menge noch akzeptiert werden kann oder ob ein anderer Entsorgungsweg erforderlich ist.
Was darf nicht mit Kalksandstein entsorgt werden?
Nicht zum Kalksandstein gehören Gips, Rigips, Gipsputz in größeren Mengen, Porenbeton ohne Abstimmung, Holz, Dämmstoffe, Styropor, Styrodur, Mineralwolle, Dachpappe, Bitumenbahnen, Kunststoffe, Folien, Metalle, Kabel, Restmüll, Erde in größeren Mengen sowie gefährliche oder schadstoffverdächtige Baustoffe.
Auch Materialien mit Asbestverdacht, teerhaltige Stoffe, stark ölverschmutzte Baustoffe oder Brandrückstände müssen gesondert geprüft werden.
Wie schwer ist Kalksandstein bei der Entsorgung?
Kalksandstein ist schwer. Sehr schwer. Deshalb ist bei der Entsorgung nicht nur das Volumen, sondern vor allem das Gewicht entscheidend. Ein Container kann schnell überladen werden, auch wenn er optisch noch nicht voll wirkt. Für die Anfrage ist deshalb eine grobe Angabe in Kubikmetern und Tonnen hilfreich. Auch Fotos der Menge oder der Rückbausituation helfen bei der Einschätzung.
Kann Kalksandstein recycelt werden?
Sortenreiner Kalksandstein kann, wenn keine Fremdanhaftungen oder Schadstoffbelastungen vorhanden sind, grundsätzlich als mineralisches Material aufbereitet und weiterverwendet werden. Voraussetzung ist, dass das Material möglichst sauber getrennt ist und keine störenden oder gefährlichen Fremdstoffe enthält.
Kann DARE auch große Mengen Kalksandstein entsorgen?
Ja. DARE unterstützt auch bei größeren Mengen Kalksandstein aus Rückbau, Sanierung, Umbau oder Abbruch. Dafür klären wir zunächst Materialart, Menge, Standort, Anhaftungen und mögliche Fremdstoffe. Anschließend stimmen wir die passende Lösung ab, zum Beispiel Big Bags, Container, Abholung oder eine individuelle Entsorgungslösung für die Baustelle.
